Die Arbeitgebermarke in der Organisation verankern

Die Arbeitgeberpositionierung (kurz AGP) ist erarbeitet. Erster Gedanke: Außenauftritt und Stellenanzeigen? Achtung: Es lohnt sich, hier kurz innezuhalten. Denn die Musik der Zukunft spielt im internen Employer Branding. Dazu gehört neben der Einführung der Arbeitgeberpositionierung bei den Mitarbeitenden auch die Implementierung in der Organisation. Warum der gedankliche Stopp so wichtig ist? Eine an den Arbeitsmärkten aktivierte Arbeitgeberpositionierung, die intern nicht erlebbar ist, läuft Gefahr, falsche Versprechen nach außen zu geben. Die Folge: gewonnene Kandidaten nehmen einen Bruch wahr, der schlimmstenfalls dazu führt, dass diese das Unternehmen innerhalb der Probezeit wieder verlassen. Und dann? Enttäuschte Ehemalige berichten in ihrem Netzwerk über diese Erfahrung – negative Meinungsbildung ist die Folge. Bemühungen im externen Employer Branding und gewünschte Effekte, werden somit schnell zunichte gemacht, weil die wichtigste Zielgruppe vergessen wurde: die Mitarbeitenden.

Unser Tipp: „Glaubwürdige Arbeitgebermarken wachsen immer von innen nach außen. Wer Arbeitgebermarke erst intern verankert, verstärkt zudem die Effekte der externen Aktivierung.“

Einführung der Arbeitgeberpositionierung in der Organisation

Um die AGP in der Organisation bekannt zu machen, sollte bei Führungskräften und Mitarbeitenden angesetzt werden – und zwar bevor das externe Employer Branding gestartet wird. Es ist ein Gebot der Wertschätzung, dass erst die Mitarbeiter informiert werden, bevor diese per Zufall über neue Stellenanzeigen oder die frisch überholte Karriereseite stolpern. Dabei sollte die Employer-Branding-Strategie nicht einfach nur verkündet werden. Vielmehr braucht es ein eigenständiges Einführungskonzept, um nicht nur „verstanden“ zu werden, sondern auch einen ersten Schritt dahin zu machen, dass die Mitarbeiter „verinnerlichen“, was die Arbeitgeberpositionierung für die Organisation im Gesamten und jeden Einzelnen bedeutet. Ein großes Plus ist es, wenn so viele Mitarbeitende wie möglich bereits während der Entwicklung der Arbeitgeberpositionierung involviert werden – bspw. in der Analysephase der Unternehmenskultur oder in der Validierung. Damit dient die Strategiephase zeitgleich als erste Implementierungsstation.

Implementierung der Arbeitgeberpositionierung

Mit der Einführung der Arbeitgeberpositionierung ist ein erster wichtiger Schritt getan. Das Ziel des internen Employer Brandings greift jedoch (viel) weiter: Mitarbeitende sollen die Arbeitgebermarke erleben, leben und idealerweise vorleben. Das gelingt dann, wenn die Arbeitgeberpositionierung in allen Bereichen des internen Employer Brandings spürbar ist.

Internes Employer Branding schaut genau hin bei

  • Führungskräften – Kronzeugen der Arbeitgebermarke
  • Personalmanagement – Spiegelfläche der Positionierung
  • Interner Kommunikation – Die Verankerung flankieren
  • Gestaltung der Arbeitswelt – Beweis der Arbeitgebermarke

Klingt komplex? Schon in 5 Schritten kannst Du all diese Aspekte mit der Arbeitgeberpositionierung verbinden.

Unser Vorgehen zur internen Aktivierung

Angefangen bei der Übersetzung der Arbeitgeberpositionierung in die vier Bereiche des internen Employer Brandings und der Entwicklung von Leitsätzen, folgt die Identifikation der wichtigsten internen Aktionspunkte und deren Abgleich mit der AGP. Was passt schon heute zur Arbeitgeberpositionierung? Was widerspricht, was ist überflüssig? Was fehlt? Im nächsten Schritt kannst Du erste Quick-wins umsetzen. Für Long-wins werden die langfristigen Projekte geplant und aufgesetzt. Schließlich gilt es, die gewählten internen Maßnahmen fortlaufend zu steuern und regelmäßig zu überprüfen sowie weiterhin die relevanten Stakeholder zu motivieren. Gelingt auch diese Phase, ist Dein Employer Branding ein lernendes System und aktiviert positive Effekte bei den Mitarbeitenden und schließlich auch bei Bewerbern, denn wer kann schon mehr Lust auf das Unternehmen machen als diejenigen, die schon dort arbeiten? Intern richtig verankert zahlt die AGP somit auf Mitarbeiterbindung ein und ist die wirkungsvollste Firewall gegen Headhunteranrufe.

„Wir verkaufen keine Feuerwehrschläuche. Wir bauen Brandschutzmauern.“

Wolf Reiner Kriegler

Die AGP als Motor für kulturelle Transformation?

8 von 10 unserer Projekte laufen bereits im Kontext interner Veränderungsprozesse ab. Tendenz steigend! Arbeitgebermarke ist nicht nur ein Instrument der strategischen Unternehmensführung, sondern kann auch gezielt als Treiber von Wandel eingesetzt werden. Denn die AGP fokussiert nicht nur die schon heute identifikationsstiftenden Aspekte der Organisationskultur. Sie definiert auch das kulturelle Zielbild. Ergebnis: Eine Arbeitgeberpositionierung, die nicht nur Sprungbrett für die externe Aktivierung ist, sondern auch zum Prüfstein und Motor für die kulturelle Transformation avanciert.

Lösungen und Leistungen

  • Konzepte zur Einführung der Arbeitgeberpositionierung
  • Konzepte zur Implementierung und Aktivierung der Arbeitgebermarke
  • Übersetzung und Umsetzung der AGP in Führung, HR Management, Interne Kommunikation und Gestaltung der Arbeitswelt
  • Inventur, Analysen und Empfehlungen für internes Employer Branding
  • Einbettung des Arbeitgebermarkenprojektes in Change-Projekte

Deine Ansprechpartnerin

Heike ProbstLead Consulting & Academy
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